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Projekt: NUC im Servergehäuse

Ein Intel NUC ist leistungsstark und effizient, aber sein Desktop-Gehäuse ist für einen strukturierten Aufbau unpraktisch. Das Ziel dieses Projekts war es, einen NUC in ein Server-Chassis zu integrieren. Das Resultat ist ein kompakter, leiser und wartungsfreundlicher Server.

Der fertige NUC Server im Gehäuse

Die Komponenten

Eine überschaubare Liste an Hardware war für den Umbau notwendig.

  • Basis: Intel NUC (hier: Modell mit i3-4010U)
  • Gehäuse: Ein kompaktes Servergehäuse (z.B. ein altes Firewall- oder Router-Chassis)
  • Speicher (SSD): HP S700 1TB SATA
  • Arbeitsspeicher (RAM): motoeagle 16GB Kit (2x8GB) DDR3L 1600 MHz SODIMM
  • Befestigung: Starkes, doppelseitiges Industrie-Klebepad
  • Verkabelung:
    • Gewinkeltes SATA- und Stromkabel für die SSD
    • Gewinkelter Pin-Header-Adapter für Front-Panel-Anschlüsse (Power, LED)

Der Umbau: Schritt für Schritt

Der Prozess ist mechanisch und erfordert nur grundlegende Anpassungen.

1. Demontage und Vorbereitung des NUC

Die Vorbereitung ist einfach. Es muss nur die Bodenplatte entfernt werden, um Zugang zur Platine zu erhalten.

2. Montage im Gehäuse

Der NUC wurde kopfüber im Servergehäuse platziert. Dies ermöglicht einen direkten Zugang zu den Anschlüssen und eine bessere Luftzirkulation.

  • Befestigung der Platine: Der NUC wird von einem starken, doppelseitigen Klebepad sicher an seinem Platz gehalten. Eine Verschraubung war nicht nötig.
  • Befestigung des Netzteils: Das komplette externe Netzteil (Trafo) wurde ebenfalls mit einem Klebepad im Gehäuse befestigt. Es wurde nicht geöffnet.

3. Anschluss der Peripherie

Die größte Herausforderung war die Verkabelung auf engstem Raum. Standardkabel waren zu sperrig.

  • SATA-SSD: Die HP S700 1TB SSD wurde mit einem gewinkelten SATA- und Stromkabel an die NUC-Platine angeschlossen. Die SSD selbst ist fest im Gehäuse verschraubt. Ein Foto der Verschraubung reiche ich nach, sobald die nächste Wartung ansteht und das Gehäuse geöffnet wird.
  • Front-Panel (Power & LED): Die Pins für den Power-Button und die Status-LEDs auf der NUC-Platine sind schwer zugänglich. Ein gewinkelter Pin-Adapter war die Lösung. Dieser musste mechanisch leicht angepasst (zugefeilt) werden, um exakt zu passen.

Ergebnis

Der umgebaute NUC läuft stabil und leise als mein primärer Proxmox-Server. Die Integration in das Servergehäuse sorgt für eine saubere Optik, besseres Kabelmanagement und eine einfache Wartung.

Ein simpler Umbau mit signifikantem praktischem Nutzen.

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