Daniel Wellermann
Technik. Probleme. Lösungen.
20 Jahre Baubranche treffen auf 20 Jahre GNU/Linux. Heute verbinde ich beides: Theorie und Machen. Ich muss Dinge umsetzen, sonst kann ich nicht schlafen!
Womit ich mich beschäftige
Kein Bullshit, sondern die Themen, in denen ich wirklich tief drinstecke.
GNU/Linux & Infrastruktur
Auf Servern und am Desktop setze ich unter anderem Debian, Ubuntu und Arch ein. Mich beschäftigen Self-Hosting, Automatisierung und Systeme, die mir gehören und nachvollziehbar bleiben. Keine blinde Cloud-Abhängigkeit.
Digitale Bauprozesse (BIM)
Als BIM-Koordinator und Entwickler arbeite ich mit strukturierten Informationen. Ich entwickle Werkzeuge und Prozesse, die IFC-Rohdaten im Planungs- und Baualltag wirklich nutzbar machen.
Technik trifft Handwerk
Unser Haus ist ein kleines Experimentierfeld: Büro und Werkstattkeller trennt nur eine Treppe. Oben entstehen Konzepte, Ideen oder Code – unten in der Werkstatt wird gebaut und getestet, ob das Ganze auch in der Realität funktioniert.
Infrastruktur unter eigener Kontrolle
Proxmox, LXC und Linux bilden mein Fundament. Für Container setze ich aktuell bevorzugt auf Podman und Quadlets (Docker gehört aber weiterhin zum Werkzeugkasten). Entscheidend ist für mich eine zuverlässige und nachvollziehbare Lösung.
Selbst hosten. Selbst entscheiden.
Self-Hosting ist für mich kein Trend, sondern seit 20 Jahren Haltung. Es gibt mir Kontrolle darüber, wo meine Daten liegen. Open Source ist dafür oft die beste Grundlage. Ich entscheide pragmatisch, nutze, teste und committe.
Rohdaten sind Geil, BIM auch.
IFC-Modelle sind für mich keine bunten 3D-Bilder, sie sind Datenbanken. Ich ziehe Nutzen aus den Rohdaten und mache sie für Planung , Ausführung und Betrieb nutzbar. Für einen ordentlichen IFC-Export nerve ich CAD-Autoren extrem gerne.
Code ist Werkzeug, kein Selbstzweck
Ich entwickle gern Software – mit JavaScript, Go, Bash oder Python. Entscheidend ist für mich zuerst die fachliche Aufgabe: Welche Informationen oder Abläufe sollen besser funktionieren? Die Technologie ist ein Werkzeug, nicht das Ziel.
Ein paar klare Standpunkte
Meine Sicht auf BIM, Handwerk und Infrastruktur.
Ist BIM nur für Großprojekte sinnvoll?
BIM ist kein Hype, sondern digitales Handwerk. Wer behauptet, es sei zu kompliziert, hat oft nur Angst vor sauberen Daten. Ich nutze IFC-Rohdaten, um Fehler virtuell zu lösen, bevor sie auf der Baustelle echtes Geld kosten. BTW: Saubere IFCs gibt's auch ohne riesige Bürokratie.
Was haben Metallbau und Softwareentwicklung gemeinsam?
In beiden Bereichen muss ich erst verstehen, was gebraucht wird, dann sauber planen und das Ergebnis prüfen. Ob ich nun Stahlträger verschweiße oder Code schreibe: Die Denkweise ist dieselbe. Handwerk ist Logik zum Anfassen.
Cloud, vServer oder Hardware im Keller?
Kommt drauf an, was ich erreichen will. Sensible Daten bleiben im eigenen Haus (Proxmox/LXC), Dienste mit hoher Erreichbarkeit kommen auf gemietete Server, aber unter meiner Kontrolle. Selbst hosten heißt auch: Verantwortung übernehmen. Backups und Updates gehören gnadenlos automatisiert.
Open Source ist ein Geben und Nehmen
Mit 15 habe ich GNU/Linux für mich entdeckt. Mit 17 habe ich mein erstes PHP-Liga-System für Counter-Strike 1.6 gehostet. Ich habe Nächte durchgetestet, Feedback gegeben und anderen in Foren geholfen.Das ist das Fundament, das heute oft vergessen wird: Community besteht nicht nur aus Elite-Codern, sondern aus Menschen, die dokumentieren, testen und Fragen beantworten. Dieses offene Wissen ist der Grund, warum moderne IT heute überhaupt existiert. Closed Source hat uns nicht hierher gebracht.
Was mich dabei massiv stört: Dass Teile der Industrie Milliarden mit diesem Wissen scheffeln, während für die Leute an der Basis oft nicht mal ein Kaffee rausspringt. Meine Tools und Configs auf GitHub sind mein Respekt an dieses Handwerk und an jeden, der Wissen teilt, statt es einzusperren.